Struktur STAMMHEIM

Installatives Hörstück im öffentlichen Raum

Stephen Craig, The Two Cities, 1999, Siebdruck auf Papier (Ausschnitt) 

Struktur STAMMHEIM

Hörstück im öffentlichen Raum

Stephen Craig, The Two Cities, 1999, Siebdruck auf Papier (Ausschnitt) 

Ein Ort, ein Programm.

Wie funktioniert ein Ort, was macht er möglich, was verhindert er? Welche Ideen und Vorstellungen liegen der Planung zugrunde und wie wurden sie umgesetzt? Wie weit bestimmen diese Vorstellungen in ihrer raumgewordenen Form, wie an diesem Ort kommuniziert und gehandelt wird? Und wie gehen darüber hinaus Nutzer*innen eines Ortes, freiwillige und unfreiwillige, mit den räumlichen Setzungen um?

Ausgehend von einem konkreten Ort, dem Neubau des Hochsicherheits-Prozessgebäudes in Stuttgart-Stammheim, zeichnet das Hörstück einige der Linien nach, die den Bau mit historischen Ereignissen, gesellschaftlichen Zusammenhängen und dem Betriebssystem unseres Staates verbinden.

Was ist ein Spruchkörper? Wer verwaltet unsere Freiheit auf Basis welcher Konzepte? Was haben Glaswände im Gerichtssaal mit der RAF zu tun – und was mit uns? Was verbindet Stammheim mit dem Dornhaldenfriedhof und den Dornhaldenfriedhof mit dem Schlossgarten? Welches computergestützte Kamerasystem wurde bei der Überwachung der RAF-Gefangenen eingesetzt? Und was um alles in der Welt ist ein Parloir?

STRUKTUR STAMMHEIM ist eine künstlerische Reflexion aus gesprochener Sprache, Musik, Noise und Gesang. Zu erleben ist es im sogenannten HörKiosk, einem barrierefrei umgebauten Container, der von Mitte Oktober bis Mitte November auf dem Pariser Platz installiert wird. In den Container ist eine kleine Tribüne eingebaut, die bis zu 12 Personen Platz bietet, um sich das etwa einstündige Stück anzuhören. Geplant sind – abhängig von der Nachfrage – zunächst 2 Timeslots an 4 Tagen der Woche (Donnerstag – Sonntag). Durch Plexiglasscheiben lässt sich dabei das Treiben draußen beobachten. Umgekehrt sind die Zuhörenden selbst Teil dieser Rauminstallation.

 

Konzept, Text und Regie: Tobias Dusche

Noise: Philip Roscher

Architektur: Peter Weigand

Sprache und Gesang: Matthias Klink, Celina Rongen, Orlando Schenk, Claudia Split und Felix Strobel

Piano: Frank Eberle

Perkussion: Daniel Kartmann

In Kooperation mit der Akademie für gesprochenes Wort Stuttgart.

Wann: 15.10. – 15.11.2026

Wo: Im HörKiosk der REFLEXIONSBUDE auf dem Pariser Platz, Stuttgart 

Preview (teilweise live) am 9.Oktober um 19:30 in der Akademie für gesprochenes Wort,

Haußmannstraße 22, 70188 Stuttgart

Ticketverkauf über den Online-Ticketshop der Akademie für gesprochenes Wort Stuttgart:

https://gesprochenes-wort.de/kalender/stammheim/

Dieses Projekt wird ermöglicht durch die Projektförderungen der Landeshauptstadt Stuttgart und des Landesverbands Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg (LaFT BW) e.V..